Die Rabatt-Aktionen des insolventen Versandhauses Quelle führen zu Rekordumsätzen. Kleinere Quelle-Shops gehen trotzdem leer aus.
Die Rabatt-Aktionen des insolventen Versandhauses Quelle führen zu Rekordumsätzen. Kleinere Quelle-Shops gehen trotzdem leer aus.
Das Aus von Quelle ist besiegelt, tausende Mitarbeiter fürchten um ihre Jobs - jetzt wird über die Ursachen gestritten.
20. Oktober 2009 Nach 82 Jahren ist das Aus für den traditionsreichen Versandhändler Quelle beschlossene Sache. Der Verkauf der insolventen Versandhausgruppe Primondo mit der Kernmarke Quelle ist gescheitert. Quelle Deutschland mit Sitz in Fürth, der größte Krisenherd, wird abgewickelt und damit geschlossen.
Die Online-Sparte des Versandhauses Quelle musste am Amtsgericht (AG) Fürth zwei Niederlagen einstecken. In beiden Fällen ging es um Kunden, die 2007 aufgrund einer fehlerhaften Preisauszeichnung Flachbildschirme für jeweils 199 Euro bestellt hatten, obwohl die Produkte eigentlich 1999 Euro kosten sollten.
Der Insolvenzverwalter kündigt "drastische Maßnahmen" beim Versandhaus Quelle an. Neben weniger Arbeitsplätzen ist ein Verkauf von Unternehmensteilen geplant. Zudem stoppten Druckereien die Produktion von Katalogen, es fließt kein Geld mehr...
Versandhaus ohne Katalog: Trotz des Millionen-Kredits für Quelle wollen die Drucker den neuen Katalog nicht ausliefern, der Druck wurde gestoppt. Es sei nicht sicher, dass dafür gezahlt werde, so ein Sprecher.
Sendet ein Kunde bei einem Versand bestellte Waren zurück, muss er dem Verkäufer nicht das Porto für die Zusendung zahlen. Das berichtet die Fachzeitschrift "NJW-Rechtsprechungs-Report Zivilrecht" unter Berufung auf ein Urteil.
Der Kunde hat laut einer Entscheidung des Oberlandesgerichts (OLG) Karlsruhe Anspruch auf Erstattung des vollen Kaufpreises, ohne dass der Verkäufer davon seine Versandkosten abziehen darf (Az.: 15 U 226/06).