Nicht nur bei der Telekom, der Bahn oder Lidl ist die Bespitzelung der eigenen Leute inzwischen offenbar ein Teil der Unternehmenskultur.
Nicht nur bei der Telekom, der Bahn oder Lidl ist die Bespitzelung der eigenen Leute inzwischen offenbar ein Teil der Unternehmenskultur.
Wer bislang gedachte hatte, Bespitzelungsskandale wie die bei der Bahn oder der Telekom seien Einzelfälle, wird nun eines Besseren belehrt. Nach Recherchen des stern ist die Mitarbeiterüberwachung in Deutschlands Unternehmen weit verbreitet - ob bei Konzernen oder im Mittelstand.
Deutsche Unternehmen lassen Mitarbeiter in bislang ungeahntem Ausmaß überwachen.
Die Deutsche Bank hat laut «Spiegel» neben Vorständen und Managern auch einen Gewerkschaftsvertreter im Aufsichtsrat ausspioniert.
Dies gehe aus einem internen Prüfbericht der Anwaltskanzlei Cleary Gottlieb Steen & Hamilton hervor, der der Deutschen Bank seit Ende vergangener Woche vorliege, berichtete das Magazin am Samstag vorab.
Deutschland gehört zu den zehn Staaten der Welt, in denen die Bürger in Bezug auf die Nutzung von Informationstechnologien am stärksten überwacht werden.
Die Lobbyarbeit hat sich gelohnt. Der finnische Mobilfunker darf künftig gesetzlich legitimiert den E-Mail-Verkehr der Belegschaft überwachen. Industriespione sollen so enttarnt werden. Die Zustimmung der Regierung in Helsinki gilt als sicher. Nokia hatte zuvor schwere Geschütze aufgefahren...

Nach dem Bekanntwerden eines weiteren massenhaften Datenabgleichs bei der Bahn gerät Konzernchef Hartmut Mehdorn immer mehr unter Druck. "Mehdorn hat seine letzte Chance vertan", erklärte der FDP-Verkehrsexperte Horst Friedrich.
Die Deutsche Bahn hat nach einem Medienbericht in grossem Stil in den vergangenen Jahren Mitarbeiter aushorchen lassen. Demnach sind mehr als 1000 Personen betroffen gewesen, darunter viele Mitarbeiter des oberen Managements.
Nach «Stern»-Informationen ist in allen Fällen dieselbe Detektei tätig gewesen, die auch bei der Deutschen Telekom für Spitzeldienste eingesetzt wurde.
Was Hacker können, soll auch der Schweizer Geheimdienst dürfen: Auf einem Computer einen Trojaner installieren und den Rechner ausspionieren. Doch die neuen Überwachungsmöglichkeiten dürften es im Nationalrat schwer haben.
Der Staat schaut im Schlafzimmer zu, hört im Büro mit, liest private E-Mails auf dem Computer und kann Spitzel mit falschen Identitäten auf Verdächtige ansetzen.