Da Weihnachten nun Geschichte ist geht es hier direkt weiter mit den Rückblicken auf 2009 und zwar diesmal mit der Wirtschaft in der 2. Jahreshälfte.
Da Weihnachten nun Geschichte ist geht es hier direkt weiter mit den Rückblicken auf 2009 und zwar diesmal mit der Wirtschaft in der 2. Jahreshälfte.
Empörung allerorten. Wenn es um das Elend in der Wirtschaft geht, haben Deutschlands Stammtische einen neuen Sündenbock. Er heißt Karl-Gerhard Eick, hat beim Pleitekonzern Arcandor sechs Monate lang wie ein Alchemist das Unmögliche versucht - und wird dafür nun fürstlich belohnt. Mit mindestens zehn Mio.
Arcandor-Chef Karl Gerhard Eick hat ein halbes Jahr für das Überleben des ehemaligen KarstadtQuelle-Konzerns gekämpft. Er scheiterte. Eick bekommt eine Abfindung von 15 Millionen Euro. Und was bekommen die langjährigen Mitarbeiter?
Idealerweise läuft das so: Kündigt der Arbeitgeber einem Mitarbeiter, bietet er ihm eine Abfindung.
Eine Zerschlagung des Arcandor-Konzerns (ehemals Karstadt-Quelle) scheint unausweichlich und mehr als 50.000 Mitarbeitter bangen um ihre Jobs. Nun erhebt der Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg sehr schwere Vorwürfe gegen die Ex-Konzernlenker.
Der tiefe Fall der Madeleine Schickedanz: Die einst milliardenschwere Erbin des deutschen Versandriesen Quelle befürchtet den Verlust ihres gesamten Vermögens. «Wir leben von 500 bis 600 Euro im Monat», sagte die 65-Jährige der «Bild am Sonntag». «Wir kaufen auch beim Discounter.
Gerade konnte Arcandor noch den lebenswichtigen 50 Millionen-Kredit für die Versandtochter Quelle feiern, da trifft den Konzern ein schwerer Schlag: Der mit großen Hoffnungen angetretene Sanierer Horst Piepenburg legte im Streit mit dem Großaktionär Sal.
Versandhaus ohne Katalog: Trotz des Millionen-Kredits für Quelle wollen die Drucker den neuen Katalog nicht ausliefern, der Druck wurde gestoppt. Es sei nicht sicher, dass dafür gezahlt werde, so ein Sprecher.
Arcandors Warenhaustochter steht offenbar besser da als gedacht: Eigentlich wollte die Unternehmensführung einen Antrag auf ein Notdarlehen für Karstadt stellen - doch der Insolvenzverwalter hält das für unnötig. Bei Quelle sieht es dagegen düster aus.
Arcandor ist pleite. Ein Grund für den Absturz dürften auch hohe Mieten bei der Warenhaustochter Karstadt gewesen sein, die der Konzern an den Projektentwickler Josef Esch zahlen musste. An dessen Fonds waren nach Spiegel-Informationen mehrere prominente Superreiche beteiligt.