Aufmerksamkeit möchte jeder Werber. Bei besonders langweiligen Produkten, müssen die Ideen nur so sprudeln. Ein schönes Ergebnis für diesen kreativen Prozeß ist die Kunstfigur Bernd Häusler: der perfekte Durschschnittsmann.
Aufmerksamkeit möchte jeder Werber. Bei besonders langweiligen Produkten, müssen die Ideen nur so sprudeln. Ein schönes Ergebnis für diesen kreativen Prozeß ist die Kunstfigur Bernd Häusler: der perfekte Durschschnittsmann.
Das Streben und Trachten transnationaler Konzerne scheint bekanntlich darin zu liegen, Geschmacksunterschiede weltweit zu nivellieren, Individualität einzuebnen und die Welt mit einheitlichen, genormten 08/15-Produkten zu überziehen.
Da sich seit einiger Zeit bei manchen Verbrauchern eine Präferenz für Produkte aus der Region feststellen lässt – sei es nun aus ökologischen Gründen, weil es halt absolut irrsinnig ist, in Norddeutschland französisches Flaschenwasser zu trinken beispielsweise, oder um die regionale Wirtschaft zu stützen und zu stärken – werden vermehrt auch Waren als „regional“ vermarktet.
Filmemacher Jan Tenhaven nimmt die spätabendlichen Zuschauer in seiner Dokumentation ‘Angriff auf die Sinne - Wie wir Verbraucher verführt werden’ mit auf eine ebenso faszinierende wie erschreckende Reise ins Reich der Sinne und ihrer Manipulation im Dienste des Konsums.
Wer bislang der Überzeugung war, Kaufentscheidungen allein nach Preis und Qualität zu fällen, muss das hinterfragen.
Nun nimmt sich auch das NDR-Medienmagazin Zapp! dieser Problematik an und entlarvt in „Das Märchen vom Öko-Image“ die frechen Reklamelügen von RWE, Vattenfall, Daimler & Co. Werbung generell nicht zu glauben ist ohnehin das beste, was man tun kann, um seine mentale Gesundheit zu schützen.
Reklame ist nicht Reklame, sondern “Werbung” oder gar “Information”: So will es die Reklame, welche die Reklame für sich selber macht. Denn selbstverständlich ist die Reklame in Wahrheit nichts weniger als Information. (...)
Früher, in den Zeiten, als es noch um die Wahrheit ging, hätten wir gesagt: Das Gegenteil der Wahrheit ist, abgesehen vom Schein, die Lüge.
Neuestes Beispiel ist die Firma Tetra Pak, deren auf putzig getrimmter Spot ein Musterbeispiel für Gehirnwäsche darstellt.
Manchmal tun mir die Amerikaner ja schon wirklich etwas Leid, schließlich bekommen sie als erste die Absurditäten einer kommerziellen Entwicklung ab, die keine Grenzen mehr zu kennen scheint .
derzeit geistert ja ein besonders peinlich-verlogener Großwerbespot von RWE durch die angeschlossenen Funkhäuser. Der Konzern stellt sich dort als Naturschützer per excellence dar und versucht damit wohl, nicht nur sein Image aufzupolieren, sondern auch besonders uninformierte/leichtläubige Kunden zu ködern.
Heute möchte ich auf die hochinteressante aus dem Jahr 2007 stammende, aber wohl leider „ewig“ aktuelle Studie „Greenwash in Zeiten des Klimawandels“ des Vereins Lobby Control hinweisen. Auf 27 Seiten wird hier dargelegt, wie große Konzerne – am Beispiel der Energieversorger- und Erdölriesen – in ihren Image- und Reklamekampagnen das Blaue vom Himmel herunterlügen