Gegen die angelaufenen Versuche der Kassen, von ihren Versicherten Fotos zu erhalten, hatte zunächst die Deutsche Gesellschaft für Versicherte und Patienten (DGVP) protestiert (PDF-Datei), weil die Bilder mitunter regelrecht erpresst würden: "Bisher gibt es keinen gesetzlichen Zwang zum Bild, und der Versicherungsschutz wird ohne vorhandenes Bild auch nicht ausgeschlossen". Außerdem stört die DGVP, dass die eingeschickten Bilder nicht mit dem Versicherten selbst oder mit dem Einwohnermeldeamt abgeglichen würden.

Kommentare (Neueste zuoberst)
ziviler Ungehorsam
Die e-Card rückt unaufhaltsam immer näher (bis Ende des Jahres müssen 10% der Versicherten mit der neuen Karte ausgestattet sein).
Fraglicher Nutzen und Unsicherheit darüber, ob die Daten wirklich sicher sind lassen immer noch Zweifel aufkommen und rufen zum zivilen Ungehorsam aus.
Bei Patient-informiert-sich gibt es eine Anleitung zum Widerstand gegen die e-card:
http://www.patientinformiertsich.de/aktionen/details.php?...
Sicher?
Anstelle der ursprünglich propagierten Version, in welcher die Patientendaten sicher sein sollten, wird nun ein System installiert, wo die Daten "herrenlos" im Internet abfragbar sein werden. Datenschützer warnen ausdrücklich davor.
Nur die Patienten, die es am meisten interessieren sollte, stört es scheinbar nicht.
Oder wissen sie nur zu wenig darüber?
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Elektronische-Gesu...
egk-gesundheitskarte
Die Ärzte werden verpflichtet, sich online anzubinden. Zugleich sollen sie sich gegen den Zugriff der Kassen absichern.
Die CDU/FDP will das so schnell als möglich flächendeckend einführen.
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Elektronische-Gesu...
Akzeptanz
Die Gesundheitskarten werden von Patienten, Ärzten und Personal nicht wirklich akzeptiert. Wer will die eigentlich und warum? Schon ein Grund, die Idee wieder einzustampfen
Umdenken
Wer mit der elektronischen Gesundheitskarte nicht einverstanden ist, kann dagegen Widerspruch einlegen. Auf der Seite http://piraten.in/egk finden sich vorformulierte Schreiben, welche man nach eigenem Belieben abändern oder so nutzen kann.
Wenn möglichst viele das machen, besteht die Hoffnung dass zumindest ein Umdenken der Verantwortlichen möglich wird.
Hackerangriff
Experten waren von Hackerangriffen. Die gespeicherten Gesundheitsdaten können beliebig mit Daten aus Genom- , Maut-, oder den Verbindungsdaten von Bankkonten und Telefongesellschaftenverknüpft werden.
http://tinyurl.com/ydkdh3f
zweifelhafter Ruf
Krankenversicherungen haben für die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte Millionen Versichertendaten an private Firmen weitergegeben. Das bestätigten mehrere Kassen der taz. Dieses Vorgehen ist legitim - doch die beauftragten Firmen haben teilweise einen zweifelhaften Ruf.
http://tinyurl.com/ykobnov
kommerzielle Interessen?
Es ist noch unklar, welche weiteren Regionen nach Nordrhein und Westfalen-Lippe im Anschluss als nächste die Gesundheitskarte (eGK) einführen werden.
Wenn ein Patient die Praxis betritt, wird online geprüft, ob er noch versichert ist und welchen Zuzahlungsstatus er besitzt. Diese Prüfung samt möglicher Adressenaktualisierung ist für die Krankenkassen der Anreiz, die eGK überhaupt auszugeben.
http://bit.ly/6ZMUyI
Karte kommt doch
Ab heute geht die elektronische Gesundheitskarte (eGK) ins Rennen. Vor drei Jahren hätte die Gesundheitskarte bereits kommen sollen, doch verzögerte sich die Millarden schwere Investition bis heute. Die ersten eGKs werden als Testlauf an gesetzlich Versicherte in Nordrhein ausgegeben. Bis Ende 2010 sollen dann alle Bundesbürger anstatt der normalen Krankenkarte die elektronische Gesundheitskarte haben.
Kosten
1,7 Milliarden Euro, so rechnet Bitkom vor, kostet die bundesweite Einführung der Elektronischen Gesundheitskarte, 150 Millionen Euro werden jedes Jahr für laufende Kosten fällig.
http://tinyurl.com/yk7xfnm
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