Eine Studie zeigt: Die globale Förderung geht zurück, es werden kaum noch verwertbare Ölreserven gefunden, und das Öl war noch nie so teuer wie heute. Die Nachfrage steigt aber ungebremst weiter. Die Energy Watch Group, eine unabhängige Organisation von Fachleuten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik, gibt eine eindrückliche Warnung heraus: «Die weltweite Ölförderung hat das Fördermaximum mit grosser Wahrscheinlichkeit bereits überschritten.» Sie sei schon heute rückläufig und es bestehe keine Hoffnung, dass sie noch einmal steige, berichtet «Spiegel-Online». In der Studie geht es um die Verfügbarkeit von Erdöl bis zum Jahr 2030. Dabei kam die Energy Watch Group zum Schluss, dass das weltweite Fördermaximum bereits 2006 mit 81 Millionen Barrel pro Tag erreicht wurde. Seitdem geht die Förderung zurück, 2020 soll sie bei nur noch 58 Millionen Barrel liegen. Dabei widerspricht die Energy Watch Group der Internationalen Energieagentur (IEA). Diese geht in ihren Prognosen von einem kontinuierlichen Wachstum der Ölförderung aus. Die Begründung ist dieselbe wie jene der Ölkonzerne: Weil der Ölpreis steige, liessen sich immer mehr Ressourcen wirtschaftlich fördern. Heute sei eine Bohrung in zwei Kilometern Tiefe rentabel, künftig sei dies wegen dem gestiegenen Preis auch in vier Kilometern möglich. Weil immer neues Öl gefunden wird, drohe also trotz der steigenden Nachfrage kein Engpass. Dies lässt die Energy Watch Group nicht gelten. Sie hat nicht die möglicherweise vorhandenen Ölfelder, sondern die tatsächlichen Fördermengen untersucht. Und diese sind rückläufig. Die Studie hält klar fest: «Nur gefundenes Öl kann gefördert werden.» Am meisten neues Öl wurde in den 60er-Jahren gefunden, seither immer weniger. Zwischen 1960 und 1970 betrug die durchschnittliche Grösse neuer Ölfunde 527 Millionen Barrel pro Bohrung, von 2000 bis 2005 lediglich 20 Millionen Barrel. Laut der Studie muss......