Er umgarnt seine parteiinternen Kritiker und attackiert die Große Koalition: Beim ersten Parteitag der vereinigten Linken demonstriert Oskar Lafontaine vor allem eines - ohne ihn geht bei der neuen Partei nichts.

Cottbus - Ein paar Seiten bedrucktes Papier mit Notizen am Rand, mehr trägt er nicht bei sich, als er den Saal betritt. Aber Oskar Lafontaine zelebriert seinen Auftritt beim Parteitag der Linkspartei in Cottbus. Hält einen Moment bei der Frauengruppe in sorbischer Tracht an, die Brot und Salz zur Begrüßung anbieten ("Das ist mal was Schönes"), legt brüderlich den Arm auf die Schulter von Lothar Bisky und führt seinen Co-Chef zielsicher durch die Reihen, steckt verschwörerisch den Kopf mit Parteifreunden zusammen, während vor ihm die Kameras klicken.

Sa, 24/05/2008 - 18:09 -