Spinnenphobie: Neue Therapie erfolgreich getestet.
Zehn Prozent der Bundesbürger leiden unter irgendeiner Phobie. Unter den Tierphobien sind die gegen die Spinnen am häufigsten. Dabei wird die Spinne zum Feind, auf den sich eine ins Monströse gesteigert Angst konzentriert. Tübinger Psychologen haben jetzt eine neue Kurzzeittherapie erfolgreich getestet. Wenn Spinnen nicht nur Ekel, sondern regelrechte Angstzustände auslösen, ist das Alltagsleben der Betroffenen meist empfindlich eingeschränkt. Schon spinnenähnliche Maserungen im Holz können dann Angst, Panik und Fluchtreflexe auslösen. Eine neuartige Kurzzeittherapie gegen die Spinnenphobie haben jetzt Tübinger Psychologen erfolgreich getestet. Binnen einer Woche führte die sogenannte Konfrontationstherapie bereits zu deutlichen Verbesserungen, wenn auch noch nicht zur Heilung. Die Tübinger Konfrontationsmethode arbeitet dabei nicht mit echten Tieren, sondern allein mit der Vorstellungskraft der Patienten. „Wir arbeiten nur mit Imagination“, erklärt Svenja Tan Thjen vom Psychologischen Institut der Universität Tübingen. Ihr Team hatte 60 Spinnenphobikerinnen ausgewählt, die weder rauchen noch Hormone oder Medikamente einnehmen. Grund dafür ist, dass in der Untersuchung auch zahlreiche physiologische Daten wie bestimmte Hormongehalte im Speichel erhoben werden. Im Auswahlverfahren wurde aber zunächst getestet, ob es sich bei der Spinnenangst der Freiwilligen tatsächlich um eine Phobie handelte, die das Leben stark einschränkt, oder eher nur um ein Unbehagen........
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