Der ehemalige Militärpilot Yves Rossy hat am Mittwoch über den Waadtländer Alpen erstmals vor der versammelten Weltpresse seine Flügel für einen Flug an den Rücken geschnallt. Der Flug des «Raketenmanns» dauerte mehr als fünf Minuten. Gestartet ist der «FusionMan», wie sich Rossy selber nennt, auf etwa 2500 Metern über Meer mit einem Sprung aus einem Propellerflugzeug. Einige Sekunden später klappte er die Flügel vollständig aus und gab Gas. Die vier im Flügel integrierten Düsentriebwerke beschleunigten ihn auf über 200 km/h. Es war am Abend des 24. Juni 2004 um halb acht, als Yves Rossy die Schwerkraft zum ersten Mal für vier Minuten ausser Kraft setzte. Seither stehen die Medienvertreter aus der ganzen Welt bei ihm Schlange. Selbst das US-Militär zeigte Interesse an seiner Erfindung. Denn an jenem Abend flog der Raketenmann vom Genfersee zum ersten Mal wie ein Vogel durch die Lüfte.
Die Welt hielt den Atem an. Der jahrhundertealte Traum der Menschheit vom Fliegen schien plötzlich zum Greifen nah. Mit einem faltbaren, turbinengetriebenen Flügel aus Karbon und Fiberglas flog ein Mensch, wie man dies bisher nur von Vögeln kannte........