Ein Hamburger will Helgoland vergrößern. Jetzt hat er sein Konzept zur Gewinnung von 37 Hektar Land vorgelegt. Es beinhaltet weitere kühne Ideen. So soll Deutschlands einzige Hochseeinsel komplett CO2-frei werden. Doch vor dem Land soll erstmal die Zustimmung der Insulaner gewonnen werden. Die Vision, Helgoland durch Landgewinnung um rund 37 Hektar zu vergrößern, nimmt konkrete Formen an. Der Hamburger Initiator Arne Weber hat zusammen mit der Technischen Universität Hamburg-Harburg und der Biologischen Anstalt Helgoland einen 16-seitigen Masterplan entwickelt. Am Sonnabend will er die Helgoländer über die Pläne informieren. Das aus sechs Bausteinen bestehende Konzept soll den Helgoländern die Möglichkeit geben, die Insel touristisch neu auszurichten. Unter anderem soll die gesamte Insel eine autarke, umweltfreundliche Energieversorgung bekommen. Zunächst sollen die Hauptinsel und die Düne, die seit der Sturmflut 1720 getrennt sind, durch eine Aufspülung wieder verbunden werden. Dafür wird eine etwa ein Kilometer lange Spundwand in den Meeresgrund gerammt. Dann wird die Fläche bis zu vier Meter hoch mit Sand aufgespült. Schon nach einem Jahr Arbeit könnte die Landgewinnung abgeschlossen sein. Anschließend ist die Bebauung eines Teils der neuen Fläche mit Wohnungen und Freizeiteinrichtungen vorgesehen. Der „alte“ Teil der Insel wird saniert. So werden die Gebäude und Einrichtungen auf einen neuen Stand gebracht. Mit der Erweiterung der Insel soll auch das Naturschutzgebiet vergrößert werden. So soll auf der neuen Fläche ein Dünengürtel mit geschützten Bereichen für Tiere und Pflanzen entstehen. Auch das Naturschutzgebiet Helgoländer Felssockel soll vergrößert werden. „Durch den Wegfall des Fahrwassers zwischen Hauptinsel und Düne kann dem Naturschutzgebiet rund fünf Quadratkilometer Wasserfläche zugeschlagen werden“, sagt Weber.......
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