Ein Forschungsprojekt soll Wege finden, Informationen aus dem Netz, aus Datenbanken und von Überwachungskameras zu verbinden – zu einem automatischen Bevölkerungsscanner.
Die Europäische Union finanziert seit Jahresbeginn ein Forschungsprojekt, das all die bestehenden Überwachungstechnologien zu einem Instrument verbinden soll. "Indect" soll es möglich machen, dass alles gesehen und alles verfolgt werden kann. Insgsamt 14,86 Millionen Euro lässt sich die EU das auf fünf Jahre angelegte Projekt kosten.

Kommentare (Neueste zuoberst)
Fan-Gesänge
Die Forderungen bzw. Inhalte, die Indect erfüllen soll, sind ja haarsträubend und wohl garnicht von Otto-Normalbürger in Gänze zu erfassen.
Anders wäre es nicht zu verstehen, dass kein Aufschrei durch die Reihen geht:
"*12. Wann und wo sollen die 2008 von Dziech ebenso erwähnten Audio-Sensoren testweise zum Einsatz kommen, die nach Presseberichten Fan-Gesänge auf bedrohliche Stimmlagen auswerten sollen?*"
Ein offener Brief mit 20 Fragen, gestellt von einem Linken findet sich hier: http://piraten.in/indect1
Lesen
Eine sehr gute Zusammenfassung was INDECT bedeutet, wem es dient und warum wir alle aufpassen müssen, damit es nicht Wirklichkeit wird.
Ein langer Text, aber es dürfte nach dem Lesen jedem klar sein, warum es keinesfalls dazu kommen darf.
http://nomenom.blogspot.com/2011/01/projekt-indect_15.html
Drohnen
Bei dem *Traum* wird es aller Wahrscheinlichkeit nicht bleiben. Die Umsetzung steht bevor:
"Teile des Programms, beispielsweise die Koordinierung von Drohnen, werden bereits getestet, auch in Deutschland. Einen größeren Feldversuch wird es 2012 zur Fußball EM in Polen / der Ukraine geben. Hier sollen Einsätze unter reellen Bedingungen stattfinden."
http://piraten.in/7bk
Drohnen oder fliegende Kameras
Schwarm-Intelligenz für "Polizeibeamte der Zukunft"
Ein neues Dokument gibt tiefere Einblicke in das EU-Sicherheitsforschungsprojekt INDECT.
Gemeint sind sogenannte Quadrocopter, die (im Gegensatz zu ihren militärischen Pendants unbewaffnet) mit Kameras und einer direkten Übertragung per Funk zu einer in der Nähe befindlichen Empfangsstation (gewöhnlich ein Laptop) ausgerüstet werden können.
http://tinyurl.com/y9qbhg6
Arbeitsbienen
zitat/„Fliegende Augen“ haben die Bürger in NRW im Visier. Mit 30 bis 40 Zentimeter großen Drohnen überwacht die Bundespolizei etwa Großdemonstrationen./zitat
Nacktscanner in Stadien und bei Musikveranstaltungen, Drohnen bei Demonstrationen.... etc.
Merkt eigentlich niemand etwas? Oder passiert hier das, was in der Geschichte mit dem Frosch und der langsamen Erhitzung des Wassers beschrieen wurde?
http://piraten.in/drohnen
ePerso
Mit dem ePass wird ein nächster Schritt in diese Richtung gegangen.
Die FDP, die vor HalbJahresfrist noch Widerstand signalisierte, kann sich nun auch damit anfreunden.
Die neue Identitätskarte wird also den "gläsernen Bürger" weiter zementieren. So werden wir langsam aber sicherer immer mehr überwacht. Aber langsam genug, dass man hofft, daß niemand es merkt. Und die, die es merken und anprangern werden ignoriert: Ist doch alles nicht so schlimm .... ist doch nur zu unserer Sicherheit. Oder?
Das EU-Projekt INDECT
Das EU-Projekt INDECT macht alle (Alp-)Träume über die totale Sicherheit seit 2007 wahr.
Inwiefern der EU-Bürger davon profitiert, vollkommen überwacht zu werden und bei der geringsten möglicherweise nur definitorisch verschuldeten Auffälligkeit unter den Verdacht der Planung einer Straftat zu geraten, ist unklar. Die Implikationen einer solchen Überwachung sind in ihrer Tragweite nicht mehr abzusehen.
http://tinyurl.com/y8v7l6g
CDU will schärferes Polizeirecht in NRW
Die CDU will nach der Landtagswahl in NRW ein schärferes Polizeirecht.
Wird jetzt nach Hessen Bundesland für Bundesland einzeln ausgestattet, damit es nicht so auffällt und in der Zwischenzeit der Widerstand nachlässt?
Die Tour "scheibchenweise" scheint ganz gut zu funktionieren, dann anders ist es nicht nachvollziehbar, wieso der grosse Aufschrei ausbleibt :(
http://www.heise.de/newsticker/meldung/CDU-will-mehr-Rech...
totale Vernetzung
Ein Netz für den Schutz der Privatsphäre
Im Zeitalter der totalen Vernetzung steht die Privatsphäre der Bürger zunehmend unter Druck. Um Konzepte und neue Technologien für mehr Freiheit im Datenraum zu entwickeln, haben sich Computerexperten und Bürgerrechtler auf der Plattform PrivacyOS zusammengefunden. In Wien diskutierten sie über Verschlüsselungstechnologien, Trends in der Videoüberwachung und das umstrittene EU-Projekt Indect.
PrivacyOS
http://futurezone.orf.at/stories/1631238/?ref=top
Bedienungsanleitung
Womblog schreibt: Bitte immer unauffällig verhalten.
Weiter heisst es da:
Die verantwortlichen Politiker haben anscheinend nicht realisiert, dass George Orwells 1984 eine Warnung und keine Bedienungsanleitung war.
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