Viele Menschen recherchieren, gewichten, publizieren - im Internet. Macht sie das zu Journalisten? Der Elektrischer Reporter hinterfragt seinen eigenen Berufsstand ...
Viele Menschen recherchieren, gewichten, publizieren - im Internet. Macht sie das zu Journalisten? Der Elektrischer Reporter hinterfragt seinen eigenen Berufsstand ...
Endlich ein gutes Manifest: "Journalisten müssen aufhören, so faul und unkreativ zu sein." Deshalb hat Dan Gillmor, Ex-Journalist und US-Medien-Experte für den "Guardian" 22 Ideen formuliert, wie sich die News-Produktion verändern muss. Er fordert einen Verzicht auf Jahrestags- und Jubiläumsgeschichten. Sie sind "Rückzugsorte für faule, unkreative Journalisten".
Manchmal kommen mir Artikel unter, die mich derart an einen Aprilscherz denken lassen, dass ich auf den Kalender gucke. Nachfolgender Artikel kommt um knapp ein halbes Jahr zu spät ... oder zu früh, je nach Sichtweise. Er trägt den Titel:
Eine fröhliche Wiesn ohne Betrunkene: So soll das Oktoberfest in den Medien erscheinen. Journalisten klagen über Zensur.
Noch hat Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) nicht "Ozapft is" gerufen, da soll schon feststehen, welche Bilder vom größten Volksfest der Welt um dieselbe gehen sollen. Fröhliche Menschen, friedlich und anständig bekleidet.
Bill Clinton ist zu einer Vermittlungsmission nach Nordkorea gereist. Nach südkoreanischen Medienberichten will sich der ehemalige US-Präsident in Nordkorea für die Freilassung von zwei dort inhaftierten US-Journalistinnen einsetzen.

Mehr als die Hälfte der Journalisten arbeitet einer Studie zufolge heute länger als noch vor einigen Jahren. Dennoch haben sie dabei weniger Zeit für die Recherche als früher. Schuld sind vor allem Konferenzen.
Der Bundesvorsitzende des Deutsche Journalisten-Verbandes, Michael Konken ist bekannterweise kein Freund des Internets und hält kritischen Bürgerjournalismus für verbotenes Tun. Er möchte für seine Journalisten die Meinungs- und Deutungshoheit festschreiben.
Dafür würde er sich mit jedem verbünden. Im Moment bellt er gerade Google an und fordert vehement:
Man kennt das ja: Das Leben eines Journalisten wird bestimmt durch News, Hektik – und die Notwendigkeit zur schnellen Recherche. Auch unterwegs geht der Redaktionsalltag zwischen Mittagspause, Meeting und Pressekonferenz weiter. Wohl dem, der ständig mit der Netzwelt verbunden ist!
Die Bundesagentur für Arbeit (BA) sieht sich dem Vorwurf ausgesetzt, sie habe die Arbeit von Journalisten kontrollieren wollen, um eventuell konfliktträchtige Äußerungen ihres Vorstandsvorsitzenden Frank-Jürgen Weise aus den Medien zu halten.
Seit 2000 sind 16 Journalisten in Russland ermordet worden, meist auf eine Art und Weise, die auf einen Auftragsmord hindeutet. Viele mehr sind physisch angegriffen und bedroht worden. Aber auch Anwälte und Menschenrechtsaktivisten wurden Opfer von Morden. Hier die fünf prominentesten Fälle seit 2004:
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