Fusion frisst Jobs
Dieser interessante Artikel beschäftigt sich mit den politischen und wirtschaftlichen Hintergründen und auch Auswirkungen der Fusion der Commerzbank und Dresdner Bank.
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Dieser interessante Artikel beschäftigt sich mit den politischen und wirtschaftlichen Hintergründen und auch Auswirkungen der Fusion der Commerzbank und Dresdner Bank.
Es ist die Finanzfusion des Jahres, doch unter den Angestellten der Dresdner Bank ist die Stimmung mies. Bei der Verschmelzung mit der Commerzbank fühlen sie sich übergangen, ausgegrenzt. Ihre Angst: Der Jobabbau trifft sie viel härter als die Kollegen. Manche reden von "feindlicher Übernahme".
Die Commerzbank will durch den Dresdner-Deal Deutschlands Geldinstitut Nummer eins werden. Die Deutsche Bank braucht nun dringend eine neue Strategie, denn vor allem im Privatkundengeschäft droht ihr der Verlust der Spitzenposition - sie hat jetzt zwei Möglichkeiten.
Die Kampfansage an die Deutsche Bank ließ nicht lange auf sich warten. Kaum hatte die Commerzbank den Kauf der Dresdner besiegelt, kündigte sie an, die derzeitige Nummer eins der Branche anzugreifen: Man wolle "die führende Bank" in Deutschland werden, sagte Vorstandschef Martin Blessing...
Es geht um's Geld, aber es geht auch um hohe Politik: Durch die Zehn-Milliarden-Euro-Übernahme der Dresdner Bank bekommt Deutschland einen zweiten "nationalen Champion" im Finanzgeschäft. Das ist richtig, wichtig - und hilft auch dem Mittelstand, der mit dem Branchenprimus Deutsche Bank wenig anfangen kann.
Es ist vollbracht. Endlich. Die monatelange, zermürbende und zuweilen absurd anmutende Hängepartie um die Zukunft der Dresdner Bank und den Finanzplatz Deutschland ist ausgestanden. Es formiert sich eine neue "Superbank"...
Deutschland bekommt eine neue Großbank: Die Commerzbank schluckt die kriselnde Allianz-Tochter Dresdner Bank - die Aufsichtsräte haben den 9,8-Milliarden-Euro-Deal jetzt perfekt gemacht. Das Geschäft kostet 9000 Jobs, bedroht Hunderte Zweigstellen. Der Name der "Beraterbank" soll verschwinden.
Zwei außerordentliche Aufsichtsratssitzungen sind beendet, zwei Entscheidungen gefallen - und Deutschlands Finanzwelt wird grundlegend verändert. Der Sonntag war der D-Day für Frankfurts Bankenszene...
Die Würfel sind offenbar gefallen: Die Dresdner Bank geht an die Commerzbank. Sicher aber ist das erst, wenn die Verträge stehen. Nichts zu befürchten haben die Kunden.
Haben die Auguren recht, die in der Bankenmetropole Frankfurt derzeit Flüsterpropaganda betreiben, ist der Deal beschlossene Sache: Der Vorstand der Allianz habe sich für einen Verkauf der Tochter Dresdner Bank an die Commerzbank ausgesprochen, heißt es...
Der Verkaufspoker um die Dresdner Bank ist weiter offen. Das erklärt jedenfalls die Allianz: Es sei unklar, ob die derzeitigen Verhandlungen zu einem Abschluss führen, teilt der Konzern mit - und reagiert damit auf Berichte, es habe bereits eine Vorentscheidung zugunsten der Commerzbank gegeben.
Wie auch immer der Poker ausgeht: Die Verhandlungen zwischen der Commerzbank und der Allianz um die Dresdner Bank sind in einer heißen Phase. Offenbar liegt jetzt ein verlockendes Gebot aus China vor.
Dank des stärkeren Dollars und wegen konjunktureller Sorgen sind die Ölpreise deutlich gefallen. Der Euro verlor weiter an Wert.
Der Dollar hat am Freitag wieder an Wert gewonnen und so für einen Preisverfall beim Öl gesorgt. Ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur September-Auslieferung wurde mit 117,35 Dollar gehandelt...