Im Leben junger Menschen nimmt das Internet einen immer breiteren Raum ein. Das fordert Erziehende, zumal sich der digitale Graben zwischen den Generationen laufend weitet.
Über Monate wurde sein realer Lebensradius kleiner, der virtuelle grösser, und am Ende verliess Tim sein Zimmer nicht mehr. Der 21-Jährige war umgeben von vier Bildschirmen, einer X-Box 1 sowie einer X-Box 360, einer Playstation 2, seinem Notebook und einem Gamecube. Immer stärker hatte sich der junge Mann aus dem niederländischen Utrecht im Haus seiner Eltern eingeigelt; er erschien kaum noch zum Essen, reduzierte seinen Schlaf auf wenige Stunden, vernachlässigte nicht nur die Familie, sondern auch die nächsten Freunde, fehlte erst tage-, dann wochenweise an seinem Arbeitsort. Als er schliesslich statt der Toilette eine Flasche zu benutzen begann, um das Spielen und Chatten nicht unterbrechen zu müssen, schalteten seine Eltern einen Psychiater ein. Tim wurde in eine auf Internet- und Computerspielsucht spezialisierte Klinik eingewiesen.
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