Die Richard-Wagner-Festspiele zahlen ihrem Bühnenpersonal teilweise Hungerlöhne - deshalb ist jetzt die Eröffnung mit "Tristan und Isolde" vom Streik bedroht.
Einen Brief an einen deutschen Gewerkschaftsfunktionär hat Toni Schmid in seinem Leben bislang nicht schreiben müssen. In dieser Woche aber musste es sein. Man kann sagen, dass sich der Verwaltungsratsvorsitzende der Bayreuther Festspiele wirklich Mühe gegeben hat, den richtigen Ton dabei zu treffen.
Nicht versäumen wollte er etwa, dem Gewerkschaftssekretär vorab einige grundlegende Dinge zu erläutern. Dass Bayreuth nicht etwa zu verwechseln sei mit einem privatwirtschaftlich organisierten Musicalunternehmen. Dass es sich bei einer Oper von Wagner auch nicht um "'Evita' mit weniger eingängiger Musik" handle.

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