Schon in der Grundschule eine Exotin
„Ich fühle mich als Unternehmerin“, sagt sie vielmehr. Und sie sagt es nicht zum ersten Mal. Denn zwar mag Frau Pooth ein wenig ruhiger und erwachsener geworden sein, seit sie vor vier Jahren ein Kind bekam (und gleich ein Buch darüber schrieb: „Der kleine Feldbusch“). Als Unternehmerin aber will sie sich schon begriffen haben, lange bevor überhaupt in einer sagenhaft sprachlosen, Züge einer perfekten Parodie annehmenden Endlosschleife von Bohlen, „Blubb“ und Busen die Rede war. Und als „Superstar“ fraglos ebenfalls.
„Schon in der Grundschule“, sagt sie, „bin ich morgens wach geworden und hatte tausend Ideen im Kopf.“ Sie war der Exot in der Klasse, wurde „Superstar“ genannt, war schüchtern und albern zugleich, wollte Pippi Langstrumpf sein, war diejenige, die sich eine Katze auf die Sporthose pappte, um bei Bundesjugendspielen aufzufallen, und die als erste „hier!“ schrie, wenn es Modenschauen in der Schule zu organisieren oder mit Freundinnen Klamotten zu nähen galt.
Und sie war nicht zu übersehen: ein bildhübsches Mädchen, das von ihrer bolivianischen Mutter das Temperament und eine Lebensweisheit geerbt hatte: „Halte dich nicht damit auf, deine Schwächen zu korrigieren. Setze auf deine Stärken.“
- Neuen Kommentar schreiben
- -2 Punkte






