Die Grünen haben die Landesregierung aufgefordert, die Namen der Betriebe zu veröffentlichen, die etwa Imitatlebensmittel falsch oder gar nicht gekennzeichnet hätten. Die zunehmende Verwendung von Mogelschinken und anderen Lebensmittelimitaten und deren häufige Deklarierung als hochwertige Lebensmittel mache ein konsequentes Eingreifen der Behörden erforderlich. Vorstellbar ist nach Auffassung der Grünen auch eine positive Kennzeichnung vorbildlicher Betriebe, die auf den Einsatz derartiger Lebensmittel verzichteten. In Berlin gebe es ein derartiges Projekt bereits.
Grünen-Generalsekretär Markus Tressel sieht die Abstände zwischen Lebensmittelskandalen immer kürzer werden. Dies sei außerordentlich beunruhigend. Er sagte: „Immer häufiger müssen wir uns mit unappetitlichen Praktiken in der Lebensmittelindustrie auseinandersetzen. Deshalb muss jetzt dafür gesorgt werden, dass die Verbraucher besser und umfassender geschützt werden. Wer Mogelschinken und Analogkäse verwendet und dies seinen Kunden nicht ausdrücklich mitteilt, sollte nicht damit rechnen dürfen, nicht aufzufallen.“
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