Der angeschlagene US-Autobauer General Motors erhält im Februar wie geplant weitere vier Mrd. Dollar an Staatshilfen. Die frühere US-Regierung unter Präsident George W. Bush hatte noch Ende letzten Jahres für die kriselnden Autobauer mehrere Milliarden Dollar aus dem Rettungstopf für die Finanzbranche lockergemacht.
Der Opel-Mutterkonzern hatte für Dezember und Januar 9,4 Mrd. Dollar erhalten, weitere vier Mrd. Dollar standen im Februar an. Konkurrent Chrysler hat zunächst vier Mrd. Dollar erhalten und um weitere drei Mrd. Dollar gebeten. Dabei handele es sich um eine neue Anfrage und würde separat behandelt, sagte der Präsidialamtsvertreter.
Heute müssen GM und Chrysler dem US-Kongress ein Sanierungskonzept vorlegen, um Rechenschaft über die bislang erhaltenen staatlichen Kredite abzulegen.
Bewegung bei Gesprächen mit UAW
Unterdessen gibt es bei den Verhandlungen zwischen General Motors und der Gewerkschaft UAW gibt es offenbar Fortschritte. Dies verlautete aus Gesprächskreisen. Für den Erhalt der Kredite ist eine Einigung mit der UAW und Kreditgebern zur Reduzierung der Außenstände von großer Wichtigkeit.
Grund für die Unstimmigkeiten zwischen GM und der UAW sind rund 20 Mrd. Dollar, die der Konzern der Gewerkschaft für die Krankenversicherung pensionierter Mitarbeiter schuldet. Auch bei den Gesprächen zwischen der UAW und Chrysler gebe es Fortschritte, hieß es weiter.
Ein kleiner chinesischer Autohersteller ist offenbar am Kauf der Hummer-Produktion von GM interessiert. Ein Sprecher der Sichuan Auto Industry Group in der südwestchinesischen Metropole Chengdu sagte zu entsprechenden Berichten lediglich: "Wir können keine Details veröffentlichen." Ob bereits Gespräche mit General Motors laufen, wollte der Sprecher ebenfalls nicht bestätigen: "Wir wollen es vorerst als Geheimnis behandeln."

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