Einige nennen es das "Öl des 21. Jahrhunderts": geistiges Eigentum. Je mehr Maschinen und Computer körperliche Arbeit ersetzen, werden Daten, Wissen, Ideen und Kultur zum wichtigsten Rohstoff und Gut. Damit rückt auch das Urheberrecht an zentrale Stelle. Was früher nur einige Künstler und Verlage berührte, regelt heute den Großteil unserer Kultur- und Wissens-Wirtschaft - und zunehmend unseren Alltag: Ob E-Mails oder Handy-Fotos, Computerspiele oder Präsentationen in der Schule - sie alle werden vom Urheberrecht geschützt.
In Deutschland ist mit Jahresbeginn ein neues, verschärftes Urheberrecht in Kraft getreten. Ein einziger illegaler Download genügt, schon drohen Geld- oder Haftstrafen und zudem Schadenersatzforderungen von bis zu 10.000 Euro. Privatkopien von nicht geschützten CDs und DVDs bleiben weiterhin erlaubt. Rechtswidrig ist es aber, einen Kopierschutz zu knacken.
Wer seine Pommes Frites selbst zubereitet, weiß zwar noch nichts über den Kartoffelanbau, doch weiß immerhin, was sonst so alles an die Kartoffeln kommt.
Mit dem verschärften Urheberrecht beschäftigt sich heute eco in seiner Kolumne. Und er schreibt über einen US-Schauspieler, der abgenervt von Hollywoods Kampf gegen Raubkopien die Oscar-Jury verlassen hat