Somalische Piraten haben einen deutschen Gastanker gekapert. Wie das hamburgische Schifffahrtsunternehmen Bernhard Schulte mitteilte, enterten die Seeräuber die "MV Longchamp" im Golf von Aden. Das Schiff hat 13 Besatzungsmitglieder - zwölf Philippinen und einen Indonesier. Derzeit steuert der Tanker auf die somalische Küste zu.
Im Golf von Aden haben somalische Piraten erneut einen Tanker entführt. Das in Hamburg ansässige Unternehmen Bernhard Schulte Shipmanagement bestätigte, die unter deutschem Management stehende "MV Longchamp" sei um 2.30 Uhr in der Nacht zum Donnerstag von wahrscheinlich sieben Piraten geentert worden. Das 1990 erbaute, rund 4000 Tonnen große Schiff habe 13 Besatzungsmitglieder - zwölf Philippinen und einen Indonesier. Die Piraten hätten die Besatzung gezwungen, Kurs auf Somalia zu nehmen.
Derzeit besteht dem Unternehmen zufolge kein Kontakt zu dem Tanker. Dem Kapitän sei nur kurzzeitig erlaubt worden, den Schiffsmanager zu kontaktieren und zu sagen, dass alle Crew-Mitglieder unverletzt und in Sicherheit seien. Die Piraten hätten noch keine Forderungen gestellt.
Die "MV Longchamp" ist das dritte Schiff, das in diesem Jahr gekapert wurde. Das Schiff fährt unter der Flagge der Bahamas und ist ein Gastanker. Im vergangenen Jahr haben Piraten vor der Küste Somalias mehr als 40 Schiffe gekapert und geschätzte 30 Millionen Dollar an Lösegeld erpresst.
Im Kampf gegen die Seeräuber sind zur Zeit vier Schiffe und drei Aufklärungsflugzeuge von EU-Ländern in dem 500 Seemeilen umfassenden Gebiet vor Afrika im Einsatz. Sie sollen vor allem Containerschiffe und Tanker vor Angriffen im Golf von Aden schützen, der wichtigsten Handelsroute zwischen Europa, der arabischen Halbinsel und Asien.

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