Die vehemente Abneigung gegenüber Hans-Martin Schulz, Kandidat bei „Schlag den Raab" war eine rasante Zuspitzung dessen, was sowohl Privat-Fernsehen als auch Kommunikation im Netz ausmacht.
Also, arbeiten wir erst mal die kurzen Fakten ab: Hans-Martin ist das Abziehbild eines Menschen, der mit “gruselig” noch freundlich umschrieben ist. Vorlaut, klugscheißerisch, uncharmant. Eine Figur, auf die man schnell Aggressionen und Häme projezieren kann. Man muss ja nicht gleich von “Hass” reden, aber dass man ihn nicht mögen muss, ist erst mal unstreitbar.
Die Aufregung darüber allerdings, was jetzt mit dem armen Hans-Martin passiert, zeugt wahlweise von Heuchelei oder aber von Ahnungslosigkeit. Denn was da am Samstag bei Pro 7 ablief, war im Grunde nichts anderes als eine extrem rasante Zuspitzung dessen, was sowohl (privates) Fernsehen als auch Kommunikation im Netz ausmacht. Das Phänomen ist nicht neu, neu ist nur die Beinahe-Echtzeit-Geschwindigkeit, in der Netz und Fernsehen aufeinander zuliefen.
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