Schmerzfrei für drei Monate: US-Forscher haben ein gentechnisches Verfahren entwickelt, das die Schmerztherapie revolutionieren könnte. In Experimenten mit Ratten blieben die Tiere über Monate hinweg schmerzfrei. Das Gen, welches das Forscherteam in das Rückenmark schmerzgeplagter Ratten schleuste, dient als Bauvorlage für Endorphine, die als körpereigene Schmerzmittel wirken. Als Transportmittel für die Gensequenzen verwendeten die Wissenschaftler unschädlich gemachte Viren. Die Endorphine blockierten die Schmerzimpulse derart effektiv, dass sie nicht ins Hirn gelangten – und zwar über einen Zeitraum von bis zu drei Monaten. Ein weiterer großer Vorteil der Methode: Sie entfaltet ihre Wirkung ausschließlich im Rückenmark, andere Teile des zentralen Nervensystems wie das Gehirn bleiben unbeeinflusst.
Gängige Schmerzmittel haben starke Nebenwirkungen: Experten schätzen, dass allein unter den Krebspatienten bis zu 60 Prozent nur unzureichend mit Schmerzmitteln behandelt werden können. Viele Menschen, die unter chronischen Schmerzen leiden, verzichten auf Morphin oder andere starke Medikamente. „Die Wirkung reicht oft nicht aus, und die Nebenwirkungen wie extreme Müdigkeit, eingeschränkte Denkfähigkeit oder Halluzinationen sind für viele nicht akzeptabel“, erklärt Studienleiter Andreas Beutler von der Mount Sinai School of Medicine. Die Methode könnte nicht nur Krebspatienten Erleichterung verschafften, sondern........
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