Photosynth: 3-D Bilder, Modelle aus Fotos: Eine Software sucht Bilder von Sehenswürdigkeiten im Web und kombiniert sie zu 3-D-Modellen. Was in der Testversion auch erstaunlich gut gelingt. Das Web ist ein Fotoparadies. Täg­lich laden Tausende Internetnut­zer ihre neusten Bilder auf Web­seiten wie Flickr oder Fotocommu­nity. de. Dort warten die Bilder auf neugierige Betrachter. In Zukunft soll auch eine Software immer mal wieder vorbeischauen. Photosynth heisst das Programm und ist Pro­dukt einer Zusammenarbeit zwi­schen der Universität Washington und Microsoft Research. Aus zweidimensionalen Bildern kreiert Photosynth 3-D-Objekte. Es pickt sich alle möglichen Bilder bei Flickr heraus, die Touristen von der Piazza San Marco in Venedig knipsten. Danach sucht die Soft­ware gemeinsame Merkmale der Bilder, wie Software-Architekt Blaise Agüera y Arcas von Micro­soft Live Labs erklärt. So kann man in Photosynth Venedigs Markus­platz aus diversen Standpunkten anschauen, heraus- und hineinzoo­men oder ganz spezifische archi­tektonische Ecken herauspicken. Wählt man statt der 3-D- die 2-D­Ansicht, sieht man auf einen Blick alle verwendeten Bilder. «Alle Fotos werden miteinander verknüpft, wie Links im Internet», sagt Agüera y Arcas. «Damit kreie­ren wir etwas, das grösser wird als die Summe der einzelnen Teile», meinte er 2007 an der Konferenz Technology, Entertainment, De­sign (TED). Denn Photosynth soll ein Spiegel der Realität in der vir­tuellen Welt werden, ein kollekti­ves Gedächtnis, das umso mächti­ger wird, je mehr Leute die Soft­ware benutzen. Damit setzen die Macher von Photosynth auf den Trend der «Social Networks», wo Menschen im Web, ohne es genau zu wissen, zusammen Dinge er­schaffen, die sie alleine nie errei­chen würden. Noch aber ist es nicht ganz so weit. Photosynth läuft in einer Testversion zwar schon, und etli­che Beispiele........