Analysten mit Fokus auf Osteuropa haben am Montag enttäuscht auf den Ausgang des Gipfeltreffens am Wochenende in Brüssel reagiert. „Es hat sich gezeigt: Jedes Land ist auf sich allein gestellt, solange nicht der Notfall eintritt“, sagte Lutz Karpowitz, Währungsanalyst der Commerzbank. David Lubin von der Citigroup vermisste von den Politikern „frische Ideen“ zur Lösung der Schwierigkeiten in Osteuropa. „Auch die Anleger können nun weitermachen wie bisher“, meint Lubin.
Die seit Juli 2008 unter Abwertungsdruck stehenden Währungen Polens, Ungarns und Tschechiens starteten denn auch am Montag mit weiteren Kursverlusten zwischen 1 und 3 Prozent zum Euro in den Tag. Neue, die Tiefstkurse von Mitte Februar unterbietende Wechselkurse mussten die wichtigsten Ost-Währungen auch im weiteren Handelsverlauf am Montag allerdings nicht hinnehmen. Dies lag auch daran, dass der Euro zum Dollar abwertete. Die Aktienindizes in Osteuropa, allen voran in Polen, konnten sich nach anfänglichen Verlusten sogar dem allgemeinen Abwärtsrutsch an den Weltaktienbörsen am Nachmittag entziehen.
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