Erneut ist bei der Deutschen Telekom ein Informationsleck aufgetaucht: Die Daten mehrerer hundert Neukunden waren tagelang über einen einfachen Internet-Link verfügbar.
Bei der Deutschen Telekom ist es erneut zu einer Datenpanne gekommen. Die Daten mehrerer hundert Neukunden des Konzerns seien über einen einfachen Internet-Link tagelang für jedermann verfügbar gewesen, berichtete das Magazin "Stern" in seiner Online-Ausgabe. Die Telekom bestätigte den Vorfall auf Anfrage der Zeitschrift. Schuld an der Panne sei ein "Arbeitsfehler", sagte demnach ein Telekom-Sprecher.
Neukunden hatten sich auf der Internetseite registriert
Die Telekom habe das Informationleck bereits in der vergangenen Woche wieder geschlossen, hieß es weiter in dem Bericht. Das Unternehmen kündigte an, sich bei allen Betroffenen zu entschuldigen. Das Datenleck betraf Neukunden, die sich auf der Website des Konzerns registrierten. Sichtbar waren unter anderem Name, Anschrift, der bisherige Telekommunikations-Anbieter sowie Telefonnummern der Kunden - darunter auch solche, die nicht im Telefonbuch stehen.
"Aus Sicht des Datenschutzes ist der Vorfall sehr bedauerlich", kommentierte ein Sprecher des Bundesdatenschutzbeauftragten den Vorfall. Unbefugten war es möglich, im Minutentakt die Neuanmeldungen zu verfolgen. Insgesamt hätten Stern.de knapp 500 Datensätze vorgelegen, der älteste vom 8. Dezember 2008. Sie stammten von Kunden aus ganz Deutschland. Wie viele Datensätze insgesamt online waren, lässt sich dem Bericht zufolge nur schwer abschätzen, weil alte Dateien abgearbeitet und dann gelöscht wurden.
Nicht die erste Datenpanne
Die Telekom ist seit Monaten aufgrund von Datenschutzproblemen in den Schlagzeilen. Das Unternehmen ließ unter anderem Telefonverbindungsdaten von Mitgliedern seines Aufsichtsrats kontrollieren. Daneben war bekannt geworden, dass die Daten einer großen Zahl von Telekom-Kunden in der freien Wirtschaft über dunkle Kanäle zum Kauf angeboten wurden, und dass über bestimmte Konzern-Webseiten die Daten von Millionen von Handy-Nutzern mit Hilfe weniger Anmeldedaten geändert werden konnten.

Kommentare (Neueste zuoberst)
Kommentar hinzufügen