Sie leben hier als Zwangsprostituierte oder als illegale Arbeiter. Ohne Rechte, ohne Lobby, oft ohne Lohn. Ihre Angst vor der Abschiebung macht sie gefügig.
Lisa kam aus Peru nach Baden-Württemberg. Ohne ein Wort Deutsch zu können, landete sie bei einer deutschen Familie: Als Au-Pair-Mädchen sollte sie sich um Eigenheim, Kinder und den Hund kümmern - ein Traumjob im deutschen Kleinbürger-Idyll, so könnte man denken. Für Lisa entpuppte er sich als Albtraum. Die Familie nutze sie aus, demütigte sie, ließ sie nicht telefonieren, gab ihr nicht das vereinbarte Geld und zu wenig zu essen. Wenn sie sich beklagte, wurde sie gewarnt: Sie sei illegal hier, und man würde sie ins Gefängnis werfen oder abschieben, wenn sie nicht spure.
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