Tibeter schmuggeln Dokumentarfilm in die Schweiz: In Peking verhinderte die Polizei die Vorführung eines Films über den tibetischen Alltag unter chinesischer Herrschaft. Nun wird er in Zürich erstmals weltweit öffentlich gezeigt. «Leaving Fear Behind»: So nennt der Schweiz-Tibeter Gyaljong Tsetrin den Film, den er aus dem Rohmaterial seines in Tibet lebenden Cousins Dhondup Wangchen zusammenschnitt. «Die Angst überwinden» - dieser Schritt stand am Anfang des Projekts des Strassenhändlers Wangchen, das er zusammen mit dem Mönch Golog Jigme anpackte. Sie machten sich auf, kreuz und quer durch Tibet zu reisen und Landsleute vor der Kamera zu ihrem Alltag unter chinesischer Herrschaft und ihrer Meinung zu Olympia zu befragen. Wie gross diese Gefahr effektiv war, zeigte sich wenige Tage nach Fertigstellung der Aufnahmen. Noch am Morgen des 10. März 2008 lief die Kamera. Kurz darauf schafften es Wangchen und Jigme, die bespielten Tapes aus Lhasa hinaus zu schmuggeln - nur Stunden bevor der Aufstand ausbrach und China Tibet komplett abgeriegelte. 13 Tage darauf wurde Jigme verhaftet, weitere 3 Tage später auch Wangchen. Von beiden fehlt seit Mitte Juli jede Spur.......
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