Im Jahre 1775 erlässt Turgot, oberster Schatzmeister unter Ludwig XVI ein «Edikt zum freien Handel mit Getreide innerhalb des Königreichs». Damals führten die Liberalisierungen zu Revolten. Die Angst vor Spekulation war gross. Die heutige Krise im Getreidewelthandel weist erstaunliche Parallelen auf.
Wie vor 250 Jahren sind die steigenden Preise der Auslöser. Man nennt das Hungerrevolten und sie ereignen sich vor allem in den großen Städten Afrikas und Südostasiens, in den sehr armen Ländern. Hier bei uns gibt es das in abgeschwächter Form, es sind die Fischer, die LKW-Fahrer, die Bauern und die Taxifahrer, welche die Strassen blockieren, weil der Preisanstieg beim Treibstoff ihre Arbeit verteuert hat. Im Februar 2008 gab es in Kamerun 40 Tote, jedoch aufgrund von Repression bei den Aufständen und nicht durch Hunger. Wahrscheinlich ebenso viele gab es in Haiti, es gab große Demonstrationen in Senegal, der Elfenbeinküste, Ägypten, Tibet, Mexiko, Philippinen, Pakistan, Bangladesh, Indonesien, in etwa 40 Ländern insgesamt.
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