Gegen die angelaufenen Versuche der Kassen, von ihren Versicherten Fotos zu erhalten, hatte zunächst die Deutsche Gesellschaft für Versicherte und Patienten (DGVP) protestiert (PDF-Datei), weil die Bilder mitunter regelrecht erpresst würden: "Bisher gibt es keinen gesetzlichen Zwang zum Bild, und der Versicherungsschutz wird ohne vorhandenes Bild auch nicht ausgeschlossen". Außerdem stört die DGVP, dass die eingeschickten Bilder nicht mit dem Versicherten selbst oder mit dem Einwohnermeldeamt abgeglichen würden.
Themen: datenschutz, Elektronische Gesundheitskarte, E-Gesundheitskarte, eGK
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Karte kommt doch
Ab heute geht die elektronische Gesundheitskarte (eGK) ins Rennen. Vor drei Jahren hätte die Gesundheitskarte bereits kommen sollen, doch verzögerte sich die Millarden schwere Investition bis heute. Die ersten eGKs werden als Testlauf an gesetzlich Versicherte in Nordrhein ausgegeben. Bis Ende 2010 sollen dann alle Bundesbürger anstatt der normalen Krankenkarte die elektronische Gesundheitskarte haben.
Kosten
1,7 Milliarden Euro, so rechnet Bitkom vor, kostet die bundesweite Einführung der Elektronischen Gesundheitskarte, 150 Millionen Euro werden jedes Jahr für laufende Kosten fällig.
http://tinyurl.com/yk7xfnm
Ärzte triumphieren: eGK vor dem Aus
Die elektronische Gesundheitskarte steht vor dem Aus.
Die FDP könnte die elektronische Gesundheitskarte stoppen. Die Ärzte triumphieren, die IT-Industrie klagt. Beide argumentieren fadenscheinig mit Datenschutz-Bedenken.
http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2009-10/moratoirum...
elektronische Gesundheitskarte
Die Funktionen der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) werden weiter eingeschränkt, trotzdem wird sie weiterhin ausgegeben.
Übrig bleiben soll das Foto auf der Karte, der online aktualisierte Versichertenstammdatendienst (VSDD) und als freiwillige Anwendung für die Versicherten die Anlage eines "Notfalldatensatzes".
http://bit.ly/6wRahq
kommerzielle Interessen?
Es ist noch unklar, welche weiteren Regionen nach Nordrhein und Westfalen-Lippe im Anschluss als nächste die Gesundheitskarte (eGK) einführen werden.
Wenn ein Patient die Praxis betritt, wird online geprüft, ob er noch versichert ist und welchen Zuzahlungsstatus er besitzt. Diese Prüfung samt möglicher Adressenaktualisierung ist für die Krankenkassen der Anreiz, die eGK überhaupt auszugeben.
http://bit.ly/6ZMUyI
Hackerangriff
Experten waren von Hackerangriffen. Die gespeicherten Gesundheitsdaten können beliebig mit Daten aus Genom- , Maut-, oder den Verbindungsdaten von Bankkonten und Telefongesellschaftenverknüpft werden.
http://tinyurl.com/ydkdh3f
zweifelhafter Ruf
Krankenversicherungen haben für die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte Millionen Versichertendaten an private Firmen weitergegeben. Das bestätigten mehrere Kassen der taz. Dieses Vorgehen ist legitim - doch die beauftragten Firmen haben teilweise einen zweifelhaften Ruf.
http://tinyurl.com/ykobnov