Die privaten Krankenversicherer schocken mit dramatischen Beitragserhöhungen. Die Tarife für Neuverträge werden ab 2009 um bis zu 30 Prozent teurer, zeigt eine Umfrage von WELT ONLINE. Doch nicht nur privat Versicherte müssen tiefer in die Tasche greifen. Auch mindestens 20 gesetzliche Krankenkassen langen kräftig zu. Dass Gesundheit teurer wird, kann getrost als Allgemeinplatz gelten. Doch über die wahren Dimensionen der Preissteigerungen dürften sich die wenigsten Bundesbürger im Klaren sein. So schocken die privaten Krankenversicherer dieser Tage mit der Ankündigung dramatischer Beitragserhöhungen. Einer aktuellen Umfrage von WELT ONLINE zufolge werden die Tarife für Neuverträge ab 2009 um bis zu 30 Prozent teurer. Doch nicht nur privat Gesundheitsversicherte müssen deutlich tiefer in die Tasche greifen. Bereits ab 1. Juli wollen mindestens 20 gesetzliche Krankenkassen höhere Beiträge verlangen. Dies teilte das Bundesversicherungsamt zu Wochenbeginn mit. Darunter seien zwei größere Kassen, so dass Hunderttausende betroffen sind. Bei den privaten Versicherern fallen die Änderungen durch die Gesundheitsreform ins Gewicht. „Die Neuerung, dass ab dem kommenden Jahr ein Teil der Altersrückstellungen bei einem Anbieterwechsel mitgenommen werden können, wird zu höheren Beiträgen führen“, sagt Rolf Bauer, Vorstandsvorsitzender der Continentale Krankenversicherung. „Pauschal schätzen wir eine Größenordnung zwischen 15 und 30 Prozent.“ Auch andere private Anbieter drohen mit zweistelligen Prämiensteigerungen. Die Barmenia rechnet mit einem Preisschub für Neuverträge von bis zu 15 Prozent, die Signal mit Erhöhungen von im Schnitt zehn bis 15 Prozent. Von weniger drastischen Anhebungen gehen Marktführer Debeka sowie die HUK Coburg aus. Zwei bis acht Prozent beziehungsweise zwei bis fünf Prozent Erhöhungen für Neuversicherte, lauten ihre Prognosen.......