Vor dem Besuch des Nato-Rats in Georgien holt Russlands Außenminister Lawrow zum verbalen Rundumschlag aus. Während er das Bündnis an sich und Nato-Anwärter Ukraine scharf kritisiert, stellt er der abtrünnigen georgischen Region Abchasien eine weitgehend offene Grenze zu seinem Land in Aussicht.

Bei seinem Besuch in der abchasischen Hauptstadt Suchumi sagte Sergej Lawrow am Sonntag, die Grenze zwischen Abchasien und Russland werde „fast durchsichtig“ sein, so wie zwischen den Staaten der Europäischen Union. Derzeit bereiten Russland und Abchasien laut Lawrow ein Abkommen über Bewegungsfreiheit, doppelte Staatsbürgerschaft und andere Bereiche vor. Dazu zähle auch eine engere Zusammenarbeit auf den Gebieten Verteidigung, Sicherheit, Grenzschutz und Zoll. Russland werde sich dafür einsetzen, dass Abchasien ein „vollkommen unabhängiger Staat“ werde, ergänzte Lawrow, der in Suchumi den selbst ernannten abchasischen Präsidenten Sergej Bagapsch traf...

Mo, 15/09/2008 - 06:36 - Themen: , , , ,