Jubel im Obama-Team, Aufregung im McCain-Lager: Im US-Wahlkampf ist ein Streit über ein SPIEGEL-Interview mit dem irakischen Premier Nuri al-Maliki entbrannt. Der schiitische Politiker hatte Obamas Vorschlag begrüßt, die US-Truppen binnen 16 Monaten aus dem Zweistromland abzuziehen.
Washington - Ein SPIEGEL-Interview mit dem irakischen Premierminister Nuri al-Maliki hat für Aufregung im US-Wahlkampf gesorgt. Maliki begrüßte in dem Gespräch die Ankündigung des demokratischen Präsidentschaftsbewerbers Barack Obama, die US-Truppen innerhalb von 16 Monaten nach dessen möglichem Einzug ins Weiße Haus abzuziehen. "Das finden wir, wäre der richtige Zeitraum für den Abzug, geringe Abweichungen vorbehalten", sagte der Iraker. Er wolle zwar keine Wahlempfehlung abgeben, sagte Maliki, doch wer in Irak "mit kurzen Fristen" rechne, sei "näher an der Wirklichkeit".
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