In Baden-Württemberg ist gentechnisch veränderter Leinsamen aufgetaucht. Möglicherweise wurde er auch bereits zu Lebensmitteln weiterverarbeitet - Menschen seien aber nicht gefährdet, sagt der zuständige Minister.
Es war das erste Mal, dass Leinsamen auf Verunreinigung getestet wurde - und gleich fanden sich unerlaubte Beimischungen. Ein Tipp aus Fachkreisen hatte die Lebensmittelwärter argwöhnisch werden lassen. Das Chemische und Veterinär-Untersuchungsamt Freiburg hatte seit dem 20. August insgesamt 41 Proben abgepackter Leinsamen unter die Lupe genommen. In 16 Proben wurden dabei Spuren gentechnisch veränderten Leinsamens gefunden. Die Spuren machten bis zu ein Prozent des Produkts aus. 14 Proben aus ökologischem Anbau wiesen keine Spuren auf.
Die drei bis vier Millimeter großen Leinsamen stammen von der Leinpflanze, auch Flachs genannt. Aus den bis zu einem Meter großen Pflanzen wurden vor allem in früheren Jahren Leinenstoffe hergestellt. Die ovalen oder spitz zulaufenden Körner schmecken leicht nussig und gelten als gesund: Sie enthalten rund 40 Prozent Leinöl, das wegen seines hohen Anteils an Omega-3-Fettsäuren geschätzt wird. Die Fettsäuren sollen eine positive Wirkung auf Herz, Knochen und Nerven haben.
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