Der bevorstehende Besuch Präsident Obamas markiert eine Wende in der amerikanischen Außenpolitik. Russland spielt eine größere Rolle als zuvor – aber nicht, weil es so mächtig wäre, sondern als nützliches Werkzeug.
Der erste ausführliche Staatsbesuch eines US-Präsidenten in Moskau seit sieben Jahren findet vor dem Hintergrund offensichtlich gesunkener Erwartungen statt. Man hat den Eindruck, dass Moskau bereits das Maximum des Möglichen von Washington bekommen hat und jetzt auf „Halten“ spielt. Ein solcher Ansatz bei den Beziehungen mit den USA bestätigt die Beschränktheit der russischen Außenpolitik, ihre Verbundenheit mit den Überlieferungen der Vergangenheit und ihre Unbeweglichkeit in allem, was die Zukunft betrifft – sei es des Landes oder der Welt.

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