Seit einigen Tagen besetzen Studenten einen Wiener Hörsaal. Mit einigem Erfolg: Die unvermeidliche Forderung nach mehr Geld (weil, das muss man wissen, "mehr Geld" eine Standardforderung für alle Lebenssituationen ist) wurde bereits erfüllt, wenngleich der Betrag nicht ganz dem Wunsch der Studierenden entsprochen haben dürfte.
Wie dem auch sei: Selbst bei Protestaktionen gilt in hiesigen Breiten immer noch das Prinzip, bloß keine chaotischen Zustände einreißen zu lassen, etwa, indem man sich nicht den wirklich wichtigen Problemen widmet. In anderen Ländern müssten sich Protestierende die bange Frage stellen, ob Papa Staat seine Schlagstock-Ordnungshüter auf sie hetzen werde. In Österreich haben wir ganz andere Sorgen: Die Einrichtung sexismusfreier Frauenräume.

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