Die Tatsache, dass der Automobil-Weltverband FIA wegen eines möglicherweise inszenierten Unfalls Ermittlungen gegen den Formel-1-Rennstall Renault eingeleitet hat, sorgt beim Geschäftsführer der Rennserie für Sorgenfalten auf der ohnehin schon tief zerfurchten Stirn. Bernie Ecclestone befürchtet, dass nach Honda und BMW ein weiterer Hersteller seinen Rückzug wahrmachen bzw. ankündigen könnte.
"Dass sie den Sport verlassen könnten, ist offensichtlich eine Gefahr", sagte der Brite in einem Interview der Londoner "Times". Eine realistische Gefahr. Denn ein Ausstieg sei "etwas, das passieren kann", so Ecclestone weiter.
Die FIA hat den Unfall des damaligen Renault-Piloten Nelson Piquet Junior vor rund einem Jahr in Singapur ins Visier genommen. Nach dem Crash und der folgenden Safety-Car-Phase habe dessen Teamkollege Fernando Alonso profitiert und das Rennen gewonnen.
Allerdings hat der Weltverband noch nicht offiziell bestätigt, um welchen Zwischenfall es konkret geht. "Das ist nicht das, was wir im Moment gebrauchen können", meinte Ecclestone zu den neuerlichen Meldungen um einen möglichen Betrug. Mit Renault-Teamchef Flavio Briatore hatte Ecclestone sich bereits abgesprochen, doch der Italiener "weiß von nichts".
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