Die finanzielle Lage bei Porsche ist nach einem "Focus"-Bericht dramatischer als bisher bekannt. Demnach hat der Konzern einen Schuldenberg von rund 14 Milliarden Euro angehäuft, vor allem durch den Kauf von VW-Aktien auf Pump sowie den Rückgang im Autogeschäft. Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) warf dem Porsche-Management vor, in der verlorenen Übernahmeschlacht entscheidende Fehler gemacht zu haben.
Porsche wäre in etwa zwei Wochen zahlungsunfähig gewesen, wenn es nicht zu einer Einigung mit VW gekommen wäre, berichtet der "Focus" unter Berufung auf Teilnehmer der Sitzung. Porsche hatte zuletzt von einer Verschuldung in Höhe von neun bis zehn Milliarden Euro gesprochen. In den nächsten Tagen wollen die VW-Experten dem Bericht zufolge anfangen, alle Bilanzen und Berichte von Porsche sorgfältig zu prüfen. Erst danach entscheidet sich, wie hoch der Kaufpreis sein wird. VW will spätestens bis Jahresende 49,9 Prozent der Porsche AG übernehmen, den Rest im nächsten Jahr.
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