Mutiger Idealist oder durchgeknallter Irrer? Wenn bei der persönlichen Beurteilung wenigstens als Kompromiss ein „bemitleidenswerter Wahnsinniger“ herauskommt, wird Sean Penns Abenteuer-Drama „Into The Wild“ für den jeweiligen Zelluloidkonsumenten funktionieren. Der Exzentriker zeichnet bei seiner Verfilmung von Jon Krakauers Tatsachen-Roman (dt.: „In die Wildnis. Allein nach Alaska“) in schwärmerisch-betörenden Bildern das bittere Ende des jungen, desillusionierten Außenseiters Christopher McCandless nach und begleitet den kühnen Gesellschaftsaussteiger in seinen letzten zwei Jahren, bis er in der winterlichen Einöde Alaskas vom Leben abgeschnitten elendig verreckt.
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