Der sägenschwingende Killer Jigsaw ist zwar nicht Death Proof, immerhin hat der krebskranke Psychopath am Ende von Saw 3 endgültig das Zeitliche gesegnet, doch dafür scheint das Saw-Franchise an sich zumindest „critic proof“ zu sein: Auch wenn die beiden ersten mittelprächtigen bis mäßigen Fortsetzungen überwiegend katastrophale Kritiken geerntet haben und die Reihe längst zum bloßen Selbstzweck verkommen ist, sich bei den Machern alles nur noch ums sichere Geldscheffeln dreht, rennen die Hardcore-Fans weiterhin unbeirrt in Scharen ins Kino. Noch bevor Darren Lynn Bousmans „Saw 4“ am Startwochenende knapp 32 Millionen Dollar am US-Box-Office eingespielt hat, wurden bereits Saw 5 und Saw 6 von offizieller Seite bestätigt. Und so ist es wahrlich kein Wunder, dass die Macher sich weiterhin sklavisch an ihre bewährte Mischung halten: Perverse Todesfallen, eine fragwürdige Selbstjustiz-Moral und (mit Ausnahme von Jigsaw) austauschbare Charaktere – fertig ist ein ebenso blutiges wie wirres Horrorgemenge, bei dem im neuerlichen Aufguss endgültig keine rechte Spannung mehr aufkommen will.
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