Bisher wollte kaum jemand diese komischen Vehikel fahren, die sich an Steckdosen auftanken lassen. Doch auf der Suche nach alternativen Antrieben setzen viele Hersteller wieder auf das längst totgesagt Elektroauto – mit ungewöhnlichen Lademethoden. Ein Ausblick auf die nächsten Jahre.

Wer durch Monacos Straßen fährt, ist an viele Extravaganzen gewöhnt, auch und gerade, was die Autos der dort lebenden Prominenten angeht. Zurzeit aber dreht ein Mobil im Fürstentum seine Runden, das selbst für dortige Verhältnisse außergewöhnlich ist: Es heißt Eclectic und stammt aus der monegassischen Sportwagenschmiede Venturi. Der Wagen stellt keine neuen Geschwindigkeitsrekorde auf, und den Prix d'Elegance wird er auch nicht gewinnen, im Gegenteil. Doch braucht das Vehikel weder eine Tankstelle zu besuchen, noch muss man es an eine Steckdose anschließen.
Natürlich hat die Sache mehrere Haken, und noch vor zehn, fünfzehn Jahren wäre der dreisitzige Wagen nicht einmal belächelt worden. Elektromobile sind tot, seit man gemerkt hat, dass sie extrem teure Batterien brauchen und den Autos, die mit Benzin oder Diesel fahren, unterlegen sind.
Inzwischen aber haben die Menschen eine andere Einstellung zum Verbrennen von Öl gewonnen, und alte Konzepte tauchen wieder auf. Der Venturi-Wagen ist nur das extremste Beispiel, seine Batterien können zwar an die Steckdose, müssen es aber nicht. Auf dem Dach befindet sich ein Solarpanel, das binnen einer Stunde Standzeit Strom für einen Kilometer speichert. Und mit drei extra aufzustellenden Windrädern kann der Venturi-Pilot seine Batterien ebenfalls laden – eine stürmische Nacht bringt hier eine Reichweite von etwa 15 Kilometern.

Sa, 05/01/2008 - 07:31 - Themen: , ,