Das Verb genießen heißt heute Freude an etwas haben. Seine ursprüngliche Bedeutung ist fangen, ergreifen, erwischen. Das, was man so erworben hat, gehört einem, hat man inne, kann man nutzen.
Daraus erklären sich also die Substantive Nießbrauch und Nutznießung, aus mittelhochdeutsch niesz, Benutzung, Genuss. Beides hat eine Parallele in niederhochdeutsch nieß.