Bullensperma und Zigaretten für Iran
Gute Geschäfte trotz scharfer Rhetorik: Ungeachtet aller politischen Spannungen haben sich die US-Exporte nach Iran im Laufe der Amtszeit von Präsident George W. Bush mehr als verzehnfacht. Von Büstenhaltern bis Bullensperma reicht die Liste der importierten Güter.

Teheran - Nach Regierungsangaben lieferten die Vereinigten Staaten seit 2001 ungeachtet eines Handelsembargos Waren im Wert von mehr als 546 Millionen Dollar (rund 345 Millionen Euro) Richtung Teheran - von Büstenhaltern über Bullensperma bis hin zu Kosmetika. Möglicherweise waren sogar Waffen darunter. Der größte Anteil entfiel mit einem Warenwert von mindestens 158 Millionen Dollar bislang auf Zigaretten.

Der Vorsitzende des Tabakausschusses im US-Staat Georgia, Fred Wetherington, ist überrascht: "Wegen der Situation zwischen unseren zwei Regierungen dachte ich nicht, dass wir überhaupt mit denen Handel getrieben haben", sagt er. Noch vor sieben Jahren beliefen sich die US-Exporte nach Iran auf gerade einmal 8,3 Millionen Dollar...