Die einen wollen sie nicht hergeben, die anderen beanspruchen sie für sich: Um überschüssige Rundfunkfrequenzen, die sogenannte digitale Dividende, wird derzeit heftig gestritten. Bundesregierung, Rundfunk- und Medienanstalten, Telekom-Konzerne, EU-Kommissare und Bundesnetzagentur bringen sich in Stellung. Es geht um den Zugang zum schnellen Internet auch im letzten Winkel der Republik.
Rund 800.000 Haushalte, schätzt die Bundesregierung, sind derzeit noch vom schnellen Internet abgekoppelt. Über 600 Gemeinden, insbesondere in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Rheinland-Pfalz, könnten von der Informationsgesellschaft auf Dauer abgehängt werden. Nach Angaben des Telekom-Verbandes VATM verfügen in Deutschland derzeit fünf Millionen Menschen in 2200 Gemeinden über kein Breitband-Internet. Es droht die digitale Spaltung des Landes.
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