Anlagestrategie bei Inflation und Deflation



In diesen Tagen fühlen sich Anleger wie Odysseus, als er mit seinem Schiff durch die Meerenge zwischen Italien und Sizilien fuhr: Auf der rechten Seite das Seeungeheuer Charybdis, das ganze Wassermassen mitsamt den Schiffen verschlingt - und auf der linken Seite das Monster Skylla, das gerne Seefahrer verspeist.

Für die Anleger ist das Monster rechts die Wirtschaftskrise. Die verschlingt die Wirtschaft, und nicht nur Öl und Nahrungsmittel werden billiger, sondern auch Aktien. Viele haben schon Angst vor einer richtigen "Deflation", einer Zeit, in der die Preise tatsächlich sinken. Davon erholt sich ein Land erfahrungsgemäß nur schwer. In solchen Fällen sind Aktien der falsche Parkplatz fürs Geld, in einer Deflation machen die Firmen nämlich bestenfalls kleine Gewinne - statt Aktien zu kaufen, könnten sich Anleger da auch mit mickrigen 2,3 Prozent Rendite auf fünfjährige Bundesanleihen zufriedengeben. Falls die Preise sinken, haben Sparer mit der Bundesanleihe leicht pro Jahr drei Prozent mehr Kaufkraft.

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