Milliarden-Betrug, Aktien-Spam und falsche Nachrichten: Manipulationen an den Börsen sind dank Hightech ein Kinderspiel. Wer in den vergangenen Monaten gründlich seine Mails gelesen hat, ist früher oder später über den Namen Gisela Blecher-Stratmann gestolpert. Sie verschickt den Deutschen Anleger Report und empfiehlt den Kauf von Aktien mit „enormem Kurspotenzial“. Besonders klangvoll sind die Namen der Wertpapiere zwar nicht, toll klingen aber die Gewinnversprechen: Verzwanzigfachung der Werte binnen weniger Wochen – da wird aus einem Monatsgehalt im Handumdrehen eine Mittelklasse-Limousine. Eine so wundersame Geldvermehrung dürfte allerdings kaum jemanden ereilt haben. Wer den Tipps folgte, verlor wahrscheinlich sogar das eingesetzte Kapital. Natürlich existiert Gisela Blecher-Stratmann nicht, hinter diesen Anlagetipps stecken Spammer, die für sogenannte Penny-Stocks werben: Aktien, die nur wenige Cent wert sind. Die Betrüger decken sich mit solchen billigen Werten ein und bewerben diese dann über Spam. Die Rechnung geht auf, sobald nur ein paar Tausend Mail-Empfänger der Empfehlung folgen: Der Aktienkurs steigt rapide an, die Spammer verkaufen, daraufhin fällt der Kurs wieder ins Bodenlose – alles binnen weniger Stunden. Der gerade in den USA unter Anklage stehende Spammer-König Alan Ralsky soll mit dieser Betrugsmasche drei Millionen US-Dollar ergaunert haben. Die meisten anderen Beteiligten aber gehen leer aus oder verlieren Geld – weil sie entweder bereits zu einem hohen Kurs eingestiegen sind oder den rechtzeitigen Ausstieg verpasst haben. Der Computer scheint immer häufiger zum Handlanger für Betrüger im Börsenumfeld zu werden. Wen wundert’s: Noch nie war es möglich, so schnell und so billig so viele Nachrichten zu verschicken wie über einen PC. Und dank Internet kann man zu jeder Zeit per Mausklick Wertpapiere ordern, zu genau definierten Kursen kaufen und wieder verkaufen – weltweit an jeder beliebigen Börse. In Kombination vereinfacht das natürlich den Aktienhandel, aber auch die Gaunereien..........
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Zur Bekämpfung von Email Spam gibt es dutzende von Methoden, alle mehr oder weniger effektiv, keine davon ist aber wasserdicht. Filter müssen trainiert werden, Spam Listen sind nicht immer auf dem absolut aktuellsten Stand und "falsche Positive", also Mails, die zu unrecht als Spam erkannt werden, machen einem das Leben nicht grade leicht.




