Die gemeinsame Offensive von Bundeswehr und afghanischen Kräften ist kaum beendet, da kehren die Taliban bereits zurück. Die Operation scheint sie wenig beeindruckt zu haben
Nach dem Ende der bislang größten deutsch-afghanische Gemeinschaftsaktion gegen die Taliban in der nordafghanischen Provinz Kundus sind die Aufständischen nach offiziellen Angaben wieder in das Unruhegebiet zurückgekehrt. Mit Beginn der Operation am 19. Juli waren zahlreiche radikal- islamische Extremisten in Nachbarprovinzen geflohen. Andere Taliban hätten ihre Waffen versteckt und seien in der Bevölkerung untergetaucht. "Nun sind die einen zurückgekehrt, und die anderen haben wieder zu den Waffen gegriffen", sagte der Verwaltungschef des betroffenen Distrikts Char Darah, Abdul Wahid Omar Khel.
Das Nachrichtenmagazin Der Spiegel hatte am Samstag berichtet, bis zu hundert Taliban-Kämpfer seien auf Motorrädern und Geländewagen in ihr Kerngebiet südwestlich des deutschen Feldlagers Kundus zurückgekehrt und hätten dort wieder die Kontrolle übernommen. "Sie stellten sich mit Waffen umgeschnallt auf die Marktplätze der Dörfer und waren fröhlich wie nach einem Sieg", sagte Kehl.
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