Dieses Jahr sind in den USA schon neun Finanzinstitute zusammengebrochen – weitere werden folgen. Schuld ist die nicht enden wollende Kreditkrise.
Letzte Woche erwischte es The Columbian Bank and Trust in Topeka, Kansas. Die Federal Deposit Insurance Company (FDIC), eine staatliche Behörde, die über einen Fonds die Einlagen der Bankkunden absichert, hat die Lokalbank geschlossen und hat für sie schon einen Käufer an der Angel: eine Konkurrenzbank in Missouri.
Columbian ist das neunte Finanzinstitut, das die FDIC dieses Jahr geschlossen hat, das prominenteste war Indymac in Kalifornien. Alle hatten dasselbe Problem: Ihnen ging das Geld aus, weil sie zu vielen schlechten Schuldnern zu viel Geld geliehen hatten (meist über Hypotheken) und es nicht schafften, neues Kapital aufzutreiben, um die Abschreibungen zu kompensieren. Am Dienstag hat die FDIC bekannt gegeben, dass nun 117 Banken unter Beobachtung stehen, am Ende des ersten Quartals waren es 91. Und FDIC-Chefin Sheila Bair warnte, dass die Aussichten für die kränkelnde Branche düster seien.
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