
Deutschland im Abwrack-Fieber: Nach knapp einem halben Jahr Verschrottungsaktion können noch gut 300.000 Autokäufer in den Genuss der staatlichen Geldspritze kommen. Etwa zwei Drittel der Mittel sind verbraucht.

Deutschland im Abwrack-Fieber: Nach knapp einem halben Jahr Verschrottungsaktion können noch gut 300.000 Autokäufer in den Genuss der staatlichen Geldspritze kommen. Etwa zwei Drittel der Mittel sind verbraucht.
Weil deutsche Autohäuser ihren Kunden meist die Abwrackprämie vorfinanzieren, haben viele Händler nun einen riesigen Schuldenberg angehäuft. Bei den großen Häusern beläuft sich die Summe auf bis zu einer Million Euro. Der Händlerverband fordert jetzt vom Bund eine schnellere Abwicklung...
Die Abwrackprämie lässt den Pkw-Markt brummen. Doch für den Käufer birgt sie auch Gefahren. Tausende Autokäufer könnten sich mit dem geschenkten Geld der Regierung in finanzielle Schwierigkeiten bringen. Verbraucherzentralen warnen schon jetzt vor Insolvenzen – und vor Händlern, die ihre Kunden täuschen...
Über 60.000 Prämienanträge sind beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle eingegangen - doch manche Neuwagenkäufer könnten leer ausgehen. Presseberichten zufolge sind viele der eingereichten Unterlagen lückenhaft. Vor allem Kopien der Kaufverträge und Kfz-Papiere fehlen...
Das Thema Abwrackprämie beschäftigt weiterhin Politik und Bürger. Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) kündigte an, künftig sei das Datum des Kaufvertrags ausschlaggebend – nicht mehr das Datum der Zulassung. Für Autokäufer eine Erleichterung. Unterdessen werden Forderungen nach einer Abschaffung der Prämie laut.
Wirtschaftskrise hin oder oder: Der deutsche Autofahrer verzichtet nur ungern auf liebgewonnene Extras. Sofern er sich zum Kauf eines Neuwagens entschließt, stehen Zusatzaustattungen weiter hoch im Kurs.
In einer Umfrage unter 1000 Kaufinteressenten erklärten knapp 58 Prozent, sie könnten sich nicht vorstellen, auch für einen deutlich niedrigeren Preis ohne Extras auszukommen.
Offensichtlich ist das Verhalten des Autokäufers in krisenhaften Zeiten schwer vorhersagbar. Zwei Studien kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen.
Für die meisten deutschen Autokunden (45 Prozent) ist der günstigste Preis beim Kauf eines Neuwagens das entscheidende Kriterium, vor guter Qualität (36 Prozent) und guten Finanzierungsmöglichkeiten (16 Prozent).
Über die vergangenen zehn Jahre hinweg ist das Internet weltweit zur zentralen Informationsquelle für potenzielle Autokäufer geworden. Dies ist eines der Ergebnisse der jetzt veröffentlichten Studie Cars Online 08/09, die die Unternehmensberatung Capgemini gemeinsam mit den Forschern des Car Internet Research Program (CIRP) der Universität Ottawa (Kanada) erstellt hat. Die jährliche Studie wurde in diesem Jahr zum zehnten Mal durchgeführt.

Unter Autokäufern gilt: Unter 5000 Euro sollte man nicht für einen Gebrauchten ausgeben, wenn die C5hance auf ein zuverlässiges Fahrzeug bestehen sollte. Aber welche Wagen sind die besten für diese Summe? Eine Zeitschrift versucht, die Frage zu beantworten.