Laut Blogeintrag eines Google-Entwicklers werden schon bald Betaversionen des neuen Google-Browsers Chrome für Linux und Mac erscheinen. Für diese Betriebssysteme gibt es eigene Entwickler, die an komplett eigenständigen Versionen arbeiten.

In diesem Blogeintrag schreibt die Googlerin Amanda Walker, warum es zur Zeit Google Chrome noch nicht für Linux und Mac gibt und wie hier die Prioitäten bei Google liegen. Danach habe man keineswegs zunächst nur an die Windows-User gedacht, sondern Chrome von vornherein für alle drei Plattformen geplant. Allerdings habe man den Design-Prototypen zunächst nur für Windows entwickelt, um das Look-And-Feel auf eine saubere Benutzerführung hin zu optimieren und dann mit der Weiterentwicklung auf anderen Betriebssystemen begonnen. Deshalb hat die Windows-Version jetzt einfach einen kleinen Vorsprung.
Auch interessant: Die Entwickler, die an den Mac- und Linux-Versionen arbeiten, schreibt Walker, seien erfahrene Fachleute auf diesen Betriebssystemen. Man habe nicht vor, lediglich ein Windows-Programm auf andere Betriebssysteme zu portieren.
Das hört sich nach einem lobenswerten Vorhaben an. Gerade Linux-Versionen werden sonst bei kommerziellen Software-Herstellern oft stiefmütterlich behandelt. Man schaue sich nur das Debakel um Abobe's Flashplayer an oder denke an Google's "Linux-Version" von Picasa, wo lediglich die Windows-Version mittels WINE auf Linux zum Laufen gebracht wurde.
Übrigens kann mann auch Google Chrome mit WINE unter Linux starten. Ein hilfreiches HowTo dazu hab ich hier gefunden. Allerdings ist das Ergebnis eher enttäuschend: Flash funktioniert nur schlecht, verschlüsselte Webseiten laufen gar nicht und insgesamt ist der Browser deutlich langsamer als unter Windows. Also doch warten bis die Linux-Version fertig ist.

Di, 09/09/2008 - 22:20 - Themen: , , , ,